TV Germania Manheim e.V. entwickelt ein Schutzkonzept für sexualisierte und interpersonelle Gewalt

Aufgeschreckt durch immer neue öffentlich gemachte Vorfälle, besonders von sexualisierter Gewalt im Sport, beschließt der Vorstand des TV-Germania Manheim, bereits im Sommer 2023, sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen.


Ziel ist dabei, dem immer häufiger aufgedeckten sexuellen Missbrauch an Schutzbefohlenen, etwas entgegenzusetzen. Ein Konzept, das Regeln, Verhaltensweisen, Analysen, Präventions- und Interventionsmaßnahmen aufzeigt, die Kindern, Jugendlichen und allen im Verein aktiven Personen einen Schutzraum bietet.


Das Konzept mündet in einer Kultur der Achtsamkeit.

Dabei soll das Konzept aus dem Verein heraus entstehen, da nur die hier Aktiven Kenntnis von den Gegebenheiten haben.


Was ist bisher geschehen – Stand Januar 2025

Im Herbst 2023 fasst der Vorstand des TV-Germania Manheim den einstimmigen Beschluss sich mit der Erstellung eines Schutzkonzeptes für sexualisierte und interpersonelle Gewalt zu befassen. Dies findet in enger Abstimmung mit dem Konzept des LSB NRW e.V. statt.


Des Weiteren wählt der Vorstand zwei Mitglieder aus seiner Mitte, die zukünftig als Ansprechpersonen für das Thema zuständig sind und die im Frühjahr 2024 die dazu erforderliche Fortbildung beim LSB an der Sporthochschule Köln besucht haben.


Auf der Mitgliederversammlung zu Beginn des Jahres 2024 wird in einem Impulsreferat, gehalten von einem der beiden Ansprechpersonen, ausführlich über das Thema informiert.
Dabei stehen im Mittelpunkt die Ergebnisse der beiden wissenschaftlichen Erhebungen aus dem Jahr 2015/16 aus dem Bereich des Leistungssports und aus dem Jahr 2020 aus dem Bereich des Breitensports („Sicher im Sport“), die für große öffentliche Aufmerksamkeit gesorgt hatten. Alle Anwesenden nehmen die Ergebnisse der Untersuchungen schriftlich mit nach Hause.


Weiterhin wird das Kinderschutzgesetz NRW 2022 vorgestellt, aus dem sich eine Verpflichtung aller Sportvereine ergibt, sich mit dem Thema sexualisierte und interpersonelle Gewalt zu beschäftigen.

Als der 10 Punkte Plan des LSB zum Thema Schutzkonzept erläutert wird, stellen die Mitglieder fest, dass bereits einige wesentliche Punkte erfüllt sind:

1. Vorstandsbeschluss zur Erstellung eines Schutzkonzeptes 2. Benennung von zwei Ansprechpersonen mit entsprechender Qualifikation *3. Vorlage eines aktuellen und erweiterten Führungszeugnisses aller Übungsleiterinnen 4. §8 des Übungsleitervertrags: Anti-Doping und Anti-Gewalt Erklärung 5. Diskussion und Beschluss der Mitgliederversammlung**

Nach ausführlicher Diskussion beschließt die Mitgliederversammlung zu Beginn des Jahres 2024, ein Schutzkonzept im Sinne des 10 Punkte Plans und des LSB-Konzeptes „Sicher im Sport“ zu erstellen.


In einem weiteren Schritt beschließt der Vorstand vom Angebot des LSB NRW e.V. Gebrauch zu machen und einen Referenten zur Einführung in das Thema einzuladen.


Im Sommer 2024 finden somit zwei Kurz-Seminare mit Herrn Ümit Agirmann vom LSB statt, zu denen neben den Vorstandsmitgliedern besonders auch die Übungsleiterinnen und Trainerinnen sowie Jugend- und Elternvertretungen eingeladen sind. Beide Seminare geben wichtige und gute Impulse zur selbstständigen Weiterarbeit am Konzept. Neben einer allgemeinen Einführung und Bewusstmachung des Themas steht vor allem die Erstellung einer sog. Risikoanalyse im Mittelpunkt.

Der Vorstand beschließt zur Erstellung der Risikoanalyse die Bildung von zwei Arbeitsgruppen, die sich getrennt nach den Bereichen Schwimmen und Turnen/Reha zusammensetzen.


Beide Teams werden mit Ansprechpersonen, Übungsleiterinnen, Trainerinnen, Vorstandsmitgliedern sowie mit Jugend- und Elternvertretern besetzt.

Dabei kommt die Orientierung am Workbook, herausgegeben vom LSB NRW e.V., sehr gelegen, das eine klare Struktur vorgibt, die als sehr ergebnisorientiert wahrgenommen wird. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen werden verschriftlicht und vom gesamten Vorstand beschlossen. Es werden weitere Arbeitsgruppen zu folgenden Themen gebildet, deren Ergebnisse (Stand Januar 2025) bereits in Schriftform vorliegen:


Geschichte und Zielsetzungen des Vereins Notwendigkeit und Vorgehensweise Definitionen und Formen von Gewalt
Derzeit (Stand Januar 2025) beschäftigen sich zwei weitere Arbeitsgruppen mit den Themen:


Prävention und Intervention

Der Vorstand ist bemüht, die zeitintensive und umfangreiche Erstellung eines Schutzkonzeptes für sexuelle und interpersonelle Gewalt bis zum Sommer 2025 abzuschließen. Dann kann der TV-Germania Manheim e.V. dem Qualitätsbündnis „Gemeinsam gegen sexualisierte und interpersonelle Gewalt“ des LSB NRW e.V. beitreten. Schon jetzt dürfen wir das oben angezeigte Logo verwenden.